Book review: People of Pride: 25 Great LGBTQ Americans by Chase Clemesha

What do Frank Ocean, Sally  Ride, George Takei, and Sharice Davids all have in common? They’re all proud LGBTQ Americans! Featuring people from a variety of occupations and backgrounds, this collection of 25 short biographies demonstrates the diversity, accomplishments, and pride within the American LGBTQ community.

This book is my first english book review here on my blog and the first I review from netgalley. It`s a children’s nonfiction book about 25 Great LGBTQ Americans. But the book does not focus on that, it is even better than that.

The book will be published by Capstone on the 01 february 2021. On the netgally page it says that the interest level is for children from grade 3 to grade 6 and the recommended reading level is grade 3 to grade 5.

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Buchrezension: Romeo und Julius: Meine Suche nach der großen Liebe (in 25 Dates) von Julius Kraft

Bin ich nach dem Verlust der großen Liebe bereit, wieder zu daten?

Ich sehne mich nach Momenten, in denen alles kribbelt und Sterne und Brusthaar greifbar werden. Ich will die Unsicherheit beim ersten Kuss spüren, das Beben, wenn er durch die Tür tritt, und auch die Verzweiflung, wenn es trotz aller Hoffnung schiefgeht. Ich lasse mich nicht entmutigen und suche nach dem Einen, wenn es bei Tinder so viele gibt. Ich will das Abenteuer, die Aufregung. Für mich gehört die Welt der Liebe den Verletzlichen und denen, die stark sind, weil sie Schwäche zeigen können. So bin ich, Julius, so jemanden will ich. Also ja, ich bin definitiv bereit, wieder zu daten!

Dieses Buch habe ich letztes Jahr zu Weihnachten bekommen und im Oktober hatte ich einfach mal wieder Lust auf ein lockeres Buch in dem Romantik eine größere Rolle spielt. Also habe ich zu diesem Buch gegriffen und ganz ehrlich ich habe es nicht bereut.

Das Buch ist aber keine ausgedachte Geschichte, sondern eine Zusammenfassung der Kolumnen welche von Julius Kraft veröffentlicht wurden. Dies war mir zu Beginn gar nicht bewusst, aber hat das Buch nochmal spannender für mich gemacht.

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Lesen verändert sich

CN Depressionen, Covid-19 Pandemie

Ich wusste eigentlich immer, dass sich Lesegewohnheiten auf allen Ebenen im Laufe des Lebens verändern. Das erste Mal ist es mir schmerzlich bewusst geworden, als ich in meiner Jugend plötzlich weniger gelesen habe als vorher, vor allem weil meine Depressionen es nicht zuließen. Ich war entweder zu müde oder hatte zu viel Angst mich mit meinen Gedanken zu beschäftigen. Wahrscheinlich war es sogar die meiste Zeit beides.

Einen öffentlichen Diskurs bekam ich dann mit als ich meinen eigenen Buchblog hatte. Das müsste 2015/ 2016 rum gewesen sein. Da habe ich Bücher kurze Zeit vorher wieder angefangen zu verschlingen und es war eine wundervoller Zufluchtsort vor meinen Gedanken und vor der Realität. Es gab Diskurse darüber ob Hörbücher zu Büchern zählen sollten/ dürften, wenn es um das Tracken von gelesenen Büchern gilt und auch darüber ob man jetzt ein*e bessere*r Leser*in sei, weil man nur gedruckte Bücher liest, statt Ebooks. Ich hatte damals keine ausgeprägte Meinung zu den Themen. Ich wusste, dass ich Ebooks nicht mochte und ich bei Hörbüchern schlecht zuhören kann. Beide Medien haben mir nichts gegeben.

Und jetzt sitze ich hier, in mitten einer Pandemie, welche mich an meine Abgründe der Depressionen treibt. Voller Selbsthass, Unproduktivität und Hilflosigkeit. Genau heute habe ich statt des Buchs lieber das Hörbuch gehört. Ich habe die vollen 6 Stunden 40 Minuten zugehört und nebenbei ein Computerspiel gespielt. Von letzterem habe ich wenig mitbekommen, aber genau das war der Plan, denn es war nur die Nebenbeschäftigung. Das hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Diese Veränderung in meinem Leseverhalten hat sich schön länger angebahnt und ist von mehren Faktoren abhängig.

  • Ich kann momentan nicht lange am Stück stillsitzen. Das wird vor allem beim Lesen zum Problem für mich, weil ich einfach nicht gemütlich im Liegen lesen kann.
  • Ich kann Stille momentan sehr schwer ertragen, weil meine Gedanken dann zu laut sind. Ich bin schnell abgelenkt und kann mich schwer konzentrieren.
  • Weil Hörbücher und Ebooks letztes Jahr in der Onleihe meiner Bücherei verfügbar waren, habe ich dadurch mehr davon konsumiert. Ich mag Ebooks immer noch nicht besonders, aber ich möchte nach der Pandemie wieder das Gleiche machen was ich letztes Mal in meiner intensiven Buchblog Zeit gemacht habe: Immer ein Ebookreader mit Buch dabei haben.
  • Podcast begleiten mich seit 2019. Auch das wurde Anfang der Pandemie stark unterbrochen. Ich musste nirgendwo mehr hinfahren und dann geriet es sehr schnell in Vergessenheit, weil halt doch andere Dinge deutlich wichtiger sind. Vor kurzem habe ich diese Wiederentdeckt, im Zusammenhang mit dem nächsten Faktor:
  • Mein Aktivismus. Seit meiner Jugend habe ich mich vor allem mit Feminismus und queerem Aktivismus beschäftigt. Wenig intensive Geschichte, sondern sehr oberflächlich und als Einsteiger*in, zumindest aus meiner heutigen Perspektive. Früher (wie heute) war ich nicht mit Aktivist*innen befreundet. Das mag daran liegen, dass ich eh in einer Außenseiterposition war und niemand über Aktivismus sprach, aber schade finde ich es trotzdem. Ich war komisch, weil ich ein nicht fiktionales Buch zu Feminismus las. Nicht nur in der Schule, sondern auch in meiner Familie. Ich diskutierte zu viel über zu große Themen, sagten mir meine Eltern. Also verbrachte ich viel Zeit mit „Internetaktivismus“, wodurch ich Intersektionalität kennenlernte und sich eine Art Community formte, aber ich sage bewusst in der Art, weil es sich zwar manchmal so anfühlt als ob es so wäre, aber es sind alles Fremde. Ich traue mich im Internet kaum selbst Dinge zu schreiben, zu groß ist die Angst vor Gegenwind. Außerdem beschäftige ich mich in diesem Space zwar viel mit sozialen Problemen, aber nicht gezielt und nicht intensiv genug. Die verschiedenen Meinungen und Erlebnisse sind zwar wichtig, aber negativer Gegenwind von außen immer und überall ist absolut bremsend. All dies ist mir vor allem im letzten Jahr auf Twitter bewusst geworden. 2019 habe ich einen regelmäßigen Podcast zum Thema Feminismus gehört, habe angefangen aktiv Artikel über Themen zu recherchieren, welche auf meiner Timeline landeten und habe endlich (!!!) verstärkt auf mein Leseverhalten geachtet. Zudem war ich bei Vorträgen zum Thema Rassismus und Diskriminierung von BPOC und war Anfang des Jahres endlich kurz davor das erste Mal in einen öffentlichen queeren Space zu gehen. Auch das hat alles plötzlich gestoppt, als Covid-19 in Deutschland zu den ersten Kontaktsperren führte. Doch jetzt endlich höre ich seit November wieder Podcasts. Diesmal vermehrt über Rassismus(-erfahrungen) und lese wieder Bücher, fiktionale aber auch eine Biographie/Sachbuch von einer trans Frau. Auch wenn es mir immer noch schlecht geht, scheine ich mich zumindest wieder in einige wichtigen Aktivitäten wiederzufinden.

All das hat nun schlussendlich dafür gesorgt, dass ich ein ganzes, fast 7 stündiges, Hörbuch an einem Tag gehört habe. Ich bin fasziniert und möchte das Gefühl, welches ich jetzt habe gerne immer abrufbar haben: Inspiriert. Ja, das liegt auch an den Gedanken, welche mir gerade zu dem Buch kommen, aber ich fühle mich auch so, weil ich etwas Hoffnung finde. Hoffnung, dass ich doch wieder ins „Lesen“ komme (ja, auch Hörbücher kann man zum Lesen dazu zählen wenn man mag lieber 2015 Diskurs), sowohl mit fiktionalen Büchern, als auch mit Sachbüchern. Jetzt muss ich mehr passive Aktivitäten finden und dann sollte ich zumindest momentan einiges aufnehmen können, denn bereit dazu fühle ich mich.

Pause

Es fühlt sich so an als jemand einfach auf Pause gedrückt. Aber nicht, um schöne Momente mehr zu genießen oder um unseren Alltag zu entschleunigen. Eher in die Richtung in welcher Fortschritte der vergangenen Jahre zerfließen und dunkle Gedanken einen einholen.

Ich habe Angst vor dem Leben nach der Pause. Angst, dass dann wieder Normalität erwartet wird (was auch immer das zu bedeuten hat). Selbst mit der erwarteten Norm kam ich nicht klar. Innerhalb dessen musste ich viel lernen und war auch eigentlich bis Anfang des Jahres gut dabei. Die Pause wirft mich zurück schreit alles in mir, während ich irgendwo weiß, dass die vergangenen Fortschritte nicht umsonst waren oder bedingungslos verloren gegangen sind.

Alles ist auf Pause gelegt außer, dass sich die Welt weiter dreht. Es passieren weiterhin schlimme Dinge, es passieren weiterhin gute Dinge, auch wenn letzteres weniger präsent erscheint.

Diese Pause produktiv nutzen zu wollen scheint ein Wunsch vieler Menschen zu sein. Selbst in einer schlimmen Zeit wie dieser sind Menschen immer noch auf Produktivität getrimmt.

Macht mal eine Pause… (von der Pause?)

Lesemonat Januar 2020

In den Januar bin ich voller Lesemotivation eingestiegen und komme tatsächlich genau so wieder raus. Ich setzte mir das Jahresziel niedrig auf 20 Bücher. Mir war klar, dass ich das locker schaffen werde, aber mit 3 gelesenen Büchern und einem Abgebrochenen habe ich nicht gerechnet. 

Mein erstes beendetes Buch war Vicious von V.E Schwab. Der Auftakt einer neuen Reihe wo es sich um Menschen mit übernatürlichen Kräften dreht. Ich hatte es mir Ende 2019 gekauft, auch weil mir ein asexueller Charakter versprochen wurde. Im ersten Teil hat man darüber nichts erfahren, soll aber laut der Autorin offen im 2. Band angesprochen werden. Unabhängig dessen war das Buch wirklich richtig gut. Tolle und einprägsame Charaktere, düstere Stimmung und viel Sarkasmus. Ich liebte es. Eine ausführliche Rezension folgt. 

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Das Zweite war ein Hörspiel nämlich 1984 von George Orwell. Ein Klassiker, der eine Dystopie ist. Es ist zwar schon etwas her seit es geschrieben wurde (50er), aber an Aktualität hat es nicht eingebüßt. Das Hörspiel an sich war eher so meh, weil die Charaktere alle ähnlich gesprochen haben und eigentlich nur monoton gesprochen wurde. Dafür war die Geschichte richtig interessant und somit habe ich das Hörspiel innerhalb von 2 Tagen mit meinem Freund durchgehört. Das Buch werde ich vielleicht trotzdem nochmal lesen. 

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Das letzte bis zum Schluss gelesene Buch im Januar war der Grapic Novel Nimona von Noelle Stevenson. Ich hatte es schon ein paar mal bei Goodreads gesehen und ehrlich gesagt habe ich auf Grund dessen + das Cover mir das Buch zu Weihnachten gewünscht und glücklicherweise auch bekommen. Aus einem englischen Web Comic entstand eine gesamte Geschichte und die Comics sind in dem Buch zusammengetragen worden. Starke Charaktere, interessante Story und da ich nicht wusste, dass es eine queere Lovestory gibt war ich was das anging überrascht – im positiven Sinne. 

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Dann mein abgebrochenes Buch… Vier Farben der Magie von V. E Schwab. Jaja ich weiß. Alle lieben das Buch und ich dachte wirklich, dass ich es auch lieben würde. Magie, verschiedene Welten, eine Autorin von der ich schon etwas richtig toll fand (Vicious s.o.) etc. Alles passte. Trotzdem habe ich es nicht über 60% des Hörbuchs hinaus geschafft. Ich war genervt und sauer auf das Verhalten der Charaktere. Ich habe für mich selbst einen Tag später auch einen total Rant runter geschrieben, weil es mich so sehr beschäftigt hat. Das werde ich nochmal sachlicher formuliert hier veröffentlichen. 

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Unter den Büchern die ich gerade aktiv lese sind 4 und nebenbei noch ein anderes. 

Nevernight höre ich gerade als Hörspiel und liebe es (ca 60%).

All the bright places ist ein reread, weil Ende des Monats der Film rauskommt. Es ist mein Lieblingsbuch, welches ich jetzt auf Englisch lese. 

Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten ist ein etwas sachlicheres Buch, wenn auch kein Sachbuch. Bin da noch nicht so weit, aber bisher ist es ganz interessant. 

Das Känguru Manifest liest mir mein Freund jeden Abend vor und wir sind damit auch bald durch. Kann mit dem ersten mithalten. 

Und neben allem her lese ich eh immer noch den ersten Teil von Harry Potter auf Englisch. 

Übersetzte Büchertitel und ihre Cover

Die meisten Bücher werden nun mal nicht auf deutsch geschrieben und müssen erst von einem deutschen Verlag aufgenommen werden und im Zuge dessen bekommen sie manchmal einen neuen Titel und in den aller meisten Fällen ein neues Cover. Früher habe ich einige dieser Beiträge gerne gelesen und auch heute gibt es einige, wie zum Beispiel von Ink of Books (habe erst beim Suchen ihren neuen Beitrag gesehen und ich finde es wirklich großartig, dass sie nach langer Zeit wieder einen Coververgleich gemacht hat). Heute beschäftige ich mich damit und der Grund dafür ist der Prequel von der Buchreihe „Die Tribute von Panem“.

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New Year, new me?

So oder so ähnlich lauten alle möglichen Ideen und auch Blogtitel zu Beginn und zu Anfang jeden Jahres. Das Ende 2019 ist nochmal „besonderer“ als alle anderen, weil ja eine Dekade vorbei ist.

Ich finde diese ganzen Vorsätze und neuen vorgenommen Einstellungen ja auch ganz schön, aber ich finde es doch immer wieder erstaunlich, dass diese erst Ende/ Beginn des Jahres kommen und im Februar eigentlich schon alle Vorsätze wieder gebrochen sind.

Ich persönlich versuche eher mit der Einstellung zu leben, dass man jeden Tag die Macht hat sein Leben zu verändern. Ich kann beispielsweise jetzt mein Studium abbrechen und mir was neues suchen. Das würde mein komplettes jetziges Leben auf den Kopf stellen und auch jede*r andere hat diese Macht. Wir sind uns dessen nicht immer bewusst und ich finde es gesund sich das immer mal wieder vor Augen zu führen.

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Bye 2019, hallo 2020 – Bullet Journal

Auch wenn heute erst der 24. Dezember ist, schauen wir alle schon dem Jahreswechsel entgegen. Für diejenigen mit einem aktiven Bullet Journal bedeutet es, dass man dieses auf das neue Jahr vorbereiten muss. Da ich in den Urlaub fahre werde ich es sowieso nicht mehr schaffen, aber ich möchte einen Plan haben, was genau ich dann nächstes Jahr mache. Es ist mein erster Jahreswechsel mit einem aktive Bullet Journal und ich wollte euch daran teilhaben lassen, welche Gedanken ich mir so dazu mache.

1. Inspiration

Überhaupt der Gedanke ans Vorbereiten kam mir durch den Bullet Journal Subreddit. Und dann habe ich erst mal eine halbe Stunde geschaut, was andere so kreieren und habe die Dinge die ich sehr schön fand und/oder übernehmen möchte gespeichert. Weitere Inspirationsquellen sind bekannterweise Pinterest (dabei fehlt mir aber die Aktualität), We heart it und Tumblr. Wenn ihr noch weitere Inspirationsquellen habt, schreibt es gerne in die Kommentare.

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Queen of Drags – Lasst uns die Welt verändern

Ursprünglich habe ich diesen Blog erstellt, um die positiven Entwicklungen in meinem Leben festzuhalten. Nunja das ist leider etwas problematisch. Ich bin aktivistisch tätig, unter anderem auch bei Twitter und ehrlich gesagt möchte man dort jeden Tag nur heulen. Heute möchte ich mich aber einem Thema witmen, welches mir große Hoffnung schenkt.

Es geht um Queen of Drags. Kurz gesagt RuPaul`s Drag Race Kopie. Es treten also Drag Queens gegeneinander an und die Gewinnerin ist die Queen of Drag (und bekommt noch Preise). In den Medien wurde die Pro Sieben Serie vor allem unter ihren Problematiken beleuchtet und davon gibt es leider einige: Heidi Klum moderiert die Show, also eine Person die in der Vergangenheit in ihrer Show Germanys next Topmodel eine trans Frau ablehnte und dann zwei Jahre später einen auf total divers macht (mal abgesehen von den Problemen die GNTM generell hat). Sie ist keine Drag Queen und hat einfach keinerlei Berührungspunkte mit der Community. Das ist wohl der größte Kritikpunkt dem ich total zustimme. Dazu auch die Aneignung von der LGBT+ Kultur, um Geld zu bekommen. Denn jetzt gibt es viele die RuPaul`s Drag Race gucken, also Pro 7 weiß „aha damit lässt sich Geld machen“. Hätte halt deutlich weniger Probleme, wenn eien Drag Queen die Show moderiert hätte.

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Weniger Ängste

CN psychische Probleme

Es ist merkwürdig mit psychischen Problemen beziehungsweise einer Vergangenheit mit dessen zu haben (ich weiß nicht ob es jetzt alles weg ist, keine Ahnung). Immer hinterfrage ich eine gute Woche und in diesem Fall waren es sogar mehrere. Das verunsichert mich total. ich kann mich nicht mehr richtig kategorisieren und muss mich auf einen möglichen Rückschlag vorbereiten. Ich kann das nicht ab, es ist scheisse.

Ich habe jetzt ein sieben wöchiges Praktikum hinter mir, welches sehr viel sozialen Kontakt mit Menschen mit sich brachte. Ich kam erstaunlich gut damit zurecht und jetzt arbeite ich dort als Honorarkraft. Unglaublich. Doch jetzt bemerke ich, dass es wirklich sehr viel Arbeit war. Ich ziehe mich zwar momentan gar nicht zurück, sondern mache sehr viel, aber ich brauche auch viel Auszeit und Zeit für mich. Gerade ist alles ein relativ schmaler Grad zwischen wundervoll und überanstrengend.

Jetzt muss ich mich für ein Praxissemster für die Uni bewerben und obwohl ich momentan weniger Angst verspüre, ist es gerade hart. Den ganzen Tag über spüre ich diese Dauerangst in meinem Magen sitzen. Ich werde angerufen, gehe nicht dran. Kriege Emails und obwohl ich damit umgehen kann, beantworte ich sie nicht.

Trotzdem geht es mir besser. Aber es ist schwierig, wenn es einem schlecht geht, sich klar zu machen, dass es besser ist. Mein besser ist halt immer noch nicht gut und bestimmt immer noch nicht total gesund. Es ist anstrengend, aber ich habe immer mehr schöne Momente, Tage, Wochen. Es ist unglaublich was ich so alles erreicht habe.